KEG zu Gast bei der KED: „Schulischer Bildungsauftrag – ein Hürdenlauf“

  

Die Forderungen der Katholischen Elternschaft lassen sich in 4 Punkten zusammenfassen:

1. Dialog ist die Grundlage des Gelingens guter Bildungs- und Erziehungsarbeit und kann nur gemeinsam erfolgreich sein, d.h. der Dialog zwischen Lehrern, Eltern, Schülern und weiterer sozialpädagogischer Akteure im Handlungsfeld Schule.

2. Dialog heißt gegenseitiges Vertrauen, gegenseitige Wertschätzung. Eltern kennen ihre Kinder. Lehrer sollten akzeptieren, dass Eltern heute mehr als vor vielen Jahren den Wunsch haben, sich in Bildungsprozesse einzubringen und darüber hinaus auch grundgesetzlich Rechte und Pflichten haben und ihnen die letztendliche Entscheidung in Sachen Bildung und Erziehung zusteht.


3. Eltern müssen in Entscheidungen verantwortlich eingebunden werden. Kuchenbacken und Würstchen Grillen bei Schulfesten wird von Eltern gern übernommen. Aber auch für zentrale Entscheidungen über Inhalte und Gestaltung des Schullebens ist die Mitwirkung der Eltern unabdingbar.

4. Die Frage nach Gott gehört zur Bildung - Kinder fragen direkt oder indirekt nach Gott. Die Begegnung mit existenziellen Fragen ist auf dem Weg zur eigenen Identität wichtig. Religiöse Bildung ist daher ein wichtiger Bestandteil des gesamten Bildungsprozesses und keine Privatsache. In gegenwärtigen Zeiten ist es unverzichtbar, dass Kindern zumindest die Grundlagen christlich-abendländischen Kultur, die aus dem Christentum erwachsen ist, vermittelt werden. Die Vermittlung von Kenntnissen über andere Religionen gehört dazu und hilft eigene Standpunkte zu sicher sowie Formen von religiösem Fanatismus zu bekämpfen. In katholisch getragenen Schulen erwartet die katholische Elternschaft, dass dort über die Religionskunde hinaus ein Glaubensleben christlich-katholischer Prägung gelebt wird.

(Gerlinde Kohl, stellv. Bundesvorsitzende)
 

KEG-Deutschland - Rubrik: Startseite

(c) Katholische Erziehergemeinschaft Deutschlands-2017